Einfuhrbestimmungen nach Europa: Das müssen Unternehmer wissen

Einfuhrbestimmungen nach Europa: Das müssen Unternehmer wissen

Betreiben Sie ein Unternehmen und exportieren Sie Waren in das Ausland? Zusätzlich können Sie Waren aus dem Ausland importieren, die für die Existenz Ihres Unternehmens oder zur Fertigung Ihrer Waren von Bedeutung sind. Sie müssen dabei bestimmte Einfuhrbestimmungen beachten. Für verschiedene Waren gelten Sonderregelungen beim Zoll.

Die Einfuhrbestimmungen nach Europa

Innerhalb der EU gelten bestimmte Einfuhrbestimmungen. Bestellen Sie Waren aus einem Land der EU, so dürfte dies nicht zu Schwierigkeiten mit dem Zoll führen. Bei einer Transportbörse können Sie sich über die Einfuhrbestimmungen innerhalb der EU erkundigen. Für die Abfertigung der Einfuhr genügt bei Waren unterhalb eines Wertes von 1.000 € eine schriftliche Zollanmeldung. Grundsätzlich ist eine Handelsrechnung erforderlich, denn sie dient als Grundlage für die Abgabenberechnung. Übersteigt der Warenwert 10.000,00 €, so wird für die Einfuhr zusätzlich eine Zollwertanmeldung benötigt.

Führen Sie Waren aus Ländern außerhalb der EU ein, so gelten zusätzliche Regelungen. Die Dokumente, die für die Einfuhr der Waren erforderlich sind, ergeben sich aus der Einfuhrliste. Für alle Waren gelten elfstellige Codenummern. Anhand dieser Nummern können Sie die Einfuhrbestimmungen für die jeweiligen Waren ermitteln. Führen Sie Waren aus der Türkei ein, so benötigen Sie die Freiverkehrsbescheinigung ATR.  Innerhalb der Türkei und der EG können verschiedene Waren zollfrei befördert werden.

Sonderregelungen für Waren

Für die Einfuhr verschiedener Waren nach Deutschland gelten Sonderregelungen. Beziehen Sie Textilien aus dem Ausland, so benötigen Sie dafür Ursprungszeugnisse, eine Ursprungserklärung, ein Überwachungsdokument und eine Einfuhrgenehmigung.

Für die Einfuhr von Lebensmitteln aus dem Ausland können bestimmte Bedingungen gelten. Auskunft darüber erhalten Sie in der Einfuhrliste. Sie benötigen zumeist eine Einfuhrlizenz und eine Einfuhrkontrollmeldung. Je nach Art der Lebensmittel, die Sie einführen möchten, können zusätzliche Einfuhrbestimmungen gelten. Beim Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung können Sie sich darüber informieren. Bei der Einfuhr verschiedener Waren müssen Sie Einfuhrabgaben zahlen. Dazu gehören Einfuhrumsatzsteuern, Verbrauchssteuern und Zölle. Für die Einfuhrumsatzsteuer gilt derzeit ein Regelsteuersatz von 16 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz liegt bei 7 Prozent.

Verbrauchssteuern werden für die Einfuhr von Bier, Alkohol, Tabak und Mineralöl nach Deutschland erhoben. Der Steuersatz ist vergleichbar mit den inländischen Steuersätzen bei der Ausfuhr ähnlicher Waren. Die Grundlage für die Erhebung der Zölle ist der Rechnungspreis.

Bild: panthermedia.net Dirk Ercken