In welchen Handwerksberufen steigt die Frauenquote?

Das Echo der Medien ist immer groß, wenn man sich auf politischer Ebene mit dem Thema der Gleichberechtigung beschäftigt. Einerseits ist Diskriminierung an der Tagesordnung, andererseits ist es nicht zu leugnen, dass Frauen ihren Weg schon längst bis an die Spitze großer Unternehmen gemacht haben. Die Hindernisse für Frauen sind also nicht immer deutlich zu benennen, ein Gegenmittel soll dafür aber die Frauenquote bieten, mit Frauen häufiger Führungspositionen im Handwerk einnehmen sollen. Doch um die Frauenquote in von Männern dominierten Berufen zu steigern, ist nicht immer ein Gesetz nötig.

In diesen Berufen beweisen sich Frauen auch ohne Quote immer häufiger

Förderprogramme der Regierung, die Mädchen an „neue“ Berufe heranführen sollen, zeigen eine große Resonanz. Obwohl die klassischen Ausbildungsberufe für Mädchen und Frauen immer noch Friseurin, Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk oder Bürokauffrau sind, drängen sie immer häufiger in einst klare Männerdomänen. Zum Beispiel werden Ausbildungen zur Malerin und Lackiererin, zur Tischlerin oder zur KFZ-Mechatroniker immer beliebter. An das Bild einer Frau in einem Blaumann sollten sich also alle Skeptiker schnell gewöhnen. Doch der Vorteil an der Kleidung in Handwerksberufen ist eine viel größere Freiheit als es zum Beispiel eine Chefetage bietet. Die Berufskleidung kann sehr individuell ausfallen und so muss die Hose oder der Overall in der Werkstatt nicht immer blau oder schwarz sein, sondern kann durchaus in rot oder violett getragen werden. Im Internet findet man heute ein großes Angebot an spezieller Schutzkleidung für die Arbeit, die nur noch wenig mit uniformen Schnitten und Farben zu tun hat. Für die kalte Jahreszeit sollten Sie sich übrigens entsprechende Thermounterwäsche zulegen, bei Frost und Schnee kann das die Arbeit in ungeheizten Räumen oder Draußen deutlich angenehmer machen.

Wer braucht da noch eine Quote?

Wenn sich selbst die Bundesministerin für Arbeit, Ursula von der Leyen und Bundesministerin für Familie, Christina Schröder bei der Entscheidung über die Frauenquote in Chefetagen nicht einig sind, so stellt sich doch die Frage, welche Umstände für dieses Zerwürfnis sorgen. Im Grunde genommen unterstellt eine Quote nicht nur Frauen eine mangelnde Durchsetzungskraft, sondern auch den Unternehmen eine diskriminierende Form der Förderung von Mitarbeitern. Gerade aus diesem Grund ist die Entwicklung in Handwerksberufen so vorbildlich, denn hier zeigt sich die Fähigkeit eines Mitarbeiters in dem materiellen Ergebnis seiner Arbeit und ist völlig unabhängig vom Geschlecht. So deutlich wie im Handwerk lässt sich Qualifikation nur selten feststellen. Übrigens, möchten Sie wissen, wie Sie später in der Berufswelt und beim Vorstellungsgespräch punkten, interessiert Sie dieser Artikel „Modetipps: So kombinieren Sie Jeans und Blazer“.

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